Regelung bei Zuzug aus dem Ausland

  • Facharztanerkennung
  • Teilnahmebescheinigungen der Kurse (5 Tage, inkl. 11-14SSW Kurs und Kurs in Kommunikation) siehe Definition anerkannte Kurse
  • Nachweis von 300 selbstdurchgeführten Ultraschalluntersuchungen, davon mindestens 100 aus dem Ersttrimester-Screening und 100 aus dem Zweittrimester-Screening.
  • Vorlage von jeweils 20 Dossiers (schriftlicher Befund inkl. Bilddokumentation) von Ersttrimester-, Zweittrimester- und Drittsemestersonographien. Die Dossiers müssen zwingend von einer Tätigkeit bei einem Arbeitsgeber in der Schweiz sein.
  • Absolvierung eines Abschlusskurses/ Refresherkurses 
  • Erfolgreiches Absolvieren einer Prüfung Prüfungsreglement

Grundlage für diese Regelung:
Nur diejenigen Titel können im Rahmen der bilateralen Verträge Schweiz / EU anerkannt werden, welche in der EU-Richtlinie 2005/36 vom Herkunftsland unter den verschiedenen Rubriken eingetragen sind und für welche die Schweiz im Freizügigkeitsabkommen Schweiz/ EU unter der gleichen Rubrik einen Titel aufgeführt hat. Nicht Gegenstand dieses Anerkennungsverfahrens sind z.B. deutsche Zusatzbezeichnung und unsere Schwerpunkte und Fähigkeitsausweise.
Sogenannten Besitzstand für die Abrechnung von Leistungen kann dann nicht geltend gemacht werden, wenn eine gesetzliche Grundlage eine konkrete Qualifikation verlangt, wie dies z.B. beim Schwangerschaftsultraschall der Fall ist (vgl. Art. 13 Krankenpflege Leistungsverordnung KLV). Das bedeutet, dass alle Fachärzte für Gynäkologie und Geburtshilfe (unabhängig davon, ob der Facharzttitel in der Schweiz erworben oder formell von der MEBEKO anerkannt worden ist) für das Erbringen von Schwangerschaftsultraschallleistungen gemäss KLV den entsprechenden Fähigkeitsausweis erwerben müssen.

Ob die Bedingungen des Fähigkeitsprogramms erfüllt sind, prüft nur die für die Erteilung zuständige SGUM.